* Als das Wünschen noch geholfen hat *

„Als das Wünschen noch geholfen hat“ heißt eine Märchenserie im Radio.

Daraus folgende Anleitung: Man muss die Augen schnell schließen, einige Sekunden fest zukneifen und am Ende schnell wieder aufmachen. Wenn man Glück hat sieht man dann etwas dass man sich ganz heftig gewünscht hat. Ein E-Bike vielleicht, oder Rouladen womöglich, wie sie die Mama immer gemacht hat. Irgendeine Vision. Die Möglichkeiten sind grenzenlos.

Unser Bürgermeister Redenius kennt den Trick. In seinem aktuellen Wahlflyer punktet er mit der Selbstaussage: „im Konsens von allen Nümbrechter Parteien getragen.“ Und dann muss er wohl vergessen haben die Augen wieder aufzumachen. Andernfalls hätte er gewiss ein paar Grüne bemerkt, heftig widersprechend: „Von uns aber nicht.“

Auch die WGHL wird sich ob der BM-Behauptung bedanken, tritt sie doch mit eigenem Kandidaten an. Ein ausführlicher Realitäts-Check bei weiteren Parteigängern dürfte den Wahrheitsgehalt der Selbstaussage erheblich weiter relativieren.
Richtig ist, dass wir Grünen den Bürgermeister in zwei Wahlen unterstützt haben. Richtig ist auch, dass seine zwei Amtsperioden von beachtlichen Erfolgen geprägt waren. Aber es ist ebenso richtig, dass er sich seitdem in großer Selbstverliebtheit einem Entscheidungsstil ala Gutsherrenart verschrieben hat. Andere Meinungen sind da nur noch selten gefragt. Uns ist das zu wenig und deshalb sind wir dieses Mal nicht an seiner Seite. Wir wollen selbst Politik machen und nicht nur den weisen Worten des großen Vorsitzenden lauschen.

Redenius weiß das und er steht bei uns im Wort mit der Zusage seine Worte oben inhaltlich und öffentlich richtig zu stellen. Darauf sind wir gespannt.

3 Kommentare

  1. Stefan Mortsiefer

    Es ist übrigens bereits 7:32.
    Das Stündchen rettet Die Welt aber eher auch nicht (Sommerzeit mit berücksichtigt)

    MfG
    Stefan Mortsiefer

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  2. Stefan Mortsiefer

    Selbstverliebt, nach Gutsherrenart, ja so hab‘ ich das auch empfunden, als er meiner damaligen Frau ganz charmant sagte, die Sparkasse habe kein Interesse an ihr als Kunde. Eine kurze Nachfrage meinerseits bei einem Verwaltungschef in vergleichbarer Position ergab eindeutig: Das geht gar nicht.
    Aber so ist das im politischen Leben. Der Einzelhandel staunt heute noch über den nahezu unglaublichen, aber großunternehmerfreundlichen Unsinn, der das Pfand betreffend in den entsprechenden Gesetzestexten steht, falls es mal einer nachschlägt. Das war das Werk von, wie heißt er bloß … ?
    Da gäbe es viel zu tun. Das passiert aber wohl nicht.

    Mit freundlichen Grüßen,
    Stefan Mortsiefer

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    • Marie Brück

      Es ist immer wieder bemerkenswert, wie in Hinterzimmern mit ‚den Großen‘ gekungelt wird (siehe zB die Gewerbegebietserweiterung Elsenroth). Dass es letztlich aber kleine und mittelständische Unternehmen sind, die das Rückgrat unserer Wirtschaft darstellen wird dabei zu oft vergessen, sobald es zu herausfordernden Lagen kommt die echte Initiative bräuchten. Ein Bisschen weniger Energie in Deals mit Großen, plus weniger Schema-F bei den Kleineren stünde der Politik und der Verwaltung sehr gut – das schaffen wir offensichtlich nicht einmal in Coronazeiten halbwegs befriedigend. Natürlich kann auch der BM das nicht alleine leisten. Was man aber erwarten kann sind qualifizierte Informationen und erfahrene Beratungsangebote zu den richtigen Töpfen, die mehr leisten als eine Internetseite oder ein Formular weiterzugeben. Man darf gar nicht darüber nachdenken, wie viel Geld EU, Bund und Länder Jahr für Jahr ausgeben müssen, nur um darauf aufmerksam zu machen, dass sie Fördergelder und Hilfen anbieten. Wenn nicht einmal die Verwaltung den Überblick im Fördermitteldschungel behält.. wer dann, die Bürger*innen?…Wir brauchen auch in Nümbrecht und/oder im Kreis dringendst entsprechende koordinierende ‚und begleitende‘ Stellen, die mehr erlauben als Schema-F. Das würde so manche böse Überraschung vermeiden und Schieflagen, ob unternehmerisch oder privat, ver- und vorsorgen helfen. Und auch den ‚Gutsherren‘ den Zahn ziehen..

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