Ökonomen warnen: Klimaschäden fressen Wirtschaftswachstum immer mehr auf! 

Hitzewellen, schwere Unwetter und Stürme zerstören immer häufiger Stromnetze, Gebäude und Ernten. Die Zahlen seien alarmierend, so Sabine Mauderer, die Vizepräsidentin der Bundesbank, in einem Gespräch mit ntv.de am 13.11.2025. Besonders beunruhigend sei: Immer mehr Menschen verließen sich im Notfall auf den Staat – doch dessen Kassen seien bereits leer.

Laut Europäischer Umweltagentur in Kopenhagen betrugen die Schäden durch den Klimawandel in Europa von 1980 bis 2024  820 Milliarden Euro. Ein Viertel davon entfalle auf den Zeitraum von 2021 bis 2024. Noch schlimmer hört sich eine Berechnung eines großen Schweizer Rückversicherers an. Danach haben im vergangenen Jahr  Extremwetterereignisse weltweit Schäden in Höhe von 320 Milliarden US-Dollar verursacht, eine gewaltige Summe. 

Auch private Haushalte sollte diese Entwicklung beunruhigen. Denn Extremwetterereignisse machen Versicherungen für das Eigenheim heute schon und zukünftig erheblich teurer, wenn man je nach Region überhaupt noch eine bekommt und sie auch bezahlbar sind. 

Auch in Nümbrecht haben viele Waldbesitzer starke finanzielle Verluste erlitten, als infolge der trockenen Hitzejahre der Borkenkäfer günstige Bedingungen vorfand. Die Folge: Das Ende eines erheblichen Anteils unserer Fichtenwälder im Oberbergischen, und nicht nur dort. 

Experten prognostizieren für den Euroraum, Extremwetterereignisse könnten in den kommenden 5 Jahren 5 Prozent der Wirtschaftsleistung vernichten. Würden Klimaschutz und Klimaanpassung sowohl in Deutschland als auch in der EU nicht ambitionierter, dann würde das unter anderem auch steigende Inflation – allein durch Ernteverluste und Hitzeschäden – , steigende Gesundheitskosten durch Hitzetote und klimabedingte Krankheiten sowie Gefährdung von Jobs zur Folge haben. 

Uns Grüne in Nümbrecht geht es nicht darum, Menschen wegen dieser Entwicklung Angst zu machen. Vielmehr möchten wir nüchtern und sachlich aufklären, was es bringt, zu handeln oder nicht zu handeln. Wir wissen, dass viele schon handeln. Auch auf Nümbrechter Dächern oder an Balkonen sehen wir immer mehr Solarpaneele. Oder es begegnen uns auf Nümbrechter Straßen immer mehr E-Autos, ebenso Luftwärmepumpen zum Beheizen von Gebäuden. Trotzdem bleibt noch viel Luft nach oben.