Nie wieder ist jetzt

In diesem Sinne trafen sich am 8.11. Bürger und Bürgerinnen von Nümbrecht zum Friedensweg zu den ‚Stolpersteinen‘ im Andenken an die Nümbrechter Familien, die dort wohnten, bevor sie von den Nazis vertrieben oder ermordet wurden. Am 9.11. versammelten sich wieder viele NümbrechterInnen am jüdischen Friedhof zum Gedenken der ‚Reichspogromnacht‘ vor 87 Jahren. An der Ausgestaltung beider Veranstaltungen waren SchülerInnen maßgeblich beteiligt. Das zeugt von geschichts- und verantwortungsbewusster Arbeit an unseren Schulen. Es lässt hoffen, dass das Andenken an die Gräueltaten der Nazis in Form des Holocausts aufrecht erhalten wird, denn die junge Generation kann bald keine Zeitzeugen mehr erleben. Geschichte wiederholt sich zwar nicht exakt, aber grundlegende Fehlentscheidungen einer Gesellschaft können sehr wohl wiederholt werden. Im Moment deuten das Wachstum rechtsextremer Parteien und der zunehmende Antisemitismus darauf hin, dass immer mehr Menschen im Begriff sind, diesen Irrweg einzuschlagen. Die Gestaltung der Zukunft mit gesellschaftlichem Zusammenhalt ohne Ausgrenzung liegt in unserer Verantwortung, und das Gedenken an den Zivilisationsbruch im NS-Regime hilft uns dabei. „Das Böse kann geschehen, wenn die Guten nicht aufstehen“ (S. Königsberg, Antisemitismus-Beauftragter der Jüdischen Gemeinde Berlin).