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Bündnis 90/Die Grünen Nümbrecht

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    Kategorie: Schulen in Nümbrecht

    Kommunalinfo zu G8/G9

    Liebe Freundinnen und Freunde,

    das Thema G8/G9 war im letzten Jahr verstärkt in der Diskussion. Auch die Grünen haben sich positioniert und ein Konzept zu „Individuellen Lernzeiten“ vorgelegt. Es macht Schluss mit dem Streit um alte Schulstrukturen und lenkt den Blick auf die unterschiedlichen Bedürfnisse und Lernzugänge der Schüler*innen. Es würde gewährleisten, dass an allen Gymnasien der Weg zum Abitur sowohl nach acht wie nach neun Jahren möglich ist. Das Konzept hat auch Eingang in das Grüne Wahlprogramm gefunden. Andere Fraktionen und Parteien haben ebenfalls Konzepte vorgelegt. Die Frage wird deshalb im Wahlkampf und sicher auch bei den Koalitionsverhandlungen spannend bleiben.

    Die Elterninitiative „G9-jetzt-NRW“ hat im vergangenen Jahr Unterschriften gesammelt, um ein Volksbegehren durchführen zu dürfen. Genau dieses ist jetzt gestartet: Die Kommunen sind verpflichtet, Listen öffentlich auszulegen, in denen Bürger*innen sich eintragen können, die das Volksbegehren unterstützen. Dafür ist ein Jahr Zeit. Wo die Listen ausliegen und zu welchen Zeiten, legt die Kommune fest.

    Vor Ort wird nun verstärkt auf das Volksbegehren hingewiesen und von verschiedener Seite dafür Werbung gemacht.

    Aber aus gutem Grund ist Vorsicht geboten. Wer grundsätzlich für G9 ist, sollte genau hinschauen, für was er oder sie unterschreibt. Eine Unterschrift ist nicht einfach ein Votum für längeres Lernen oder mehr Zeit für Schüler*innen am Gymnasium. Die Initiative zielt auf eine besondere Ausgestaltung und möchte am liebsten zum alten Halbtagsgymnasium zurück. Das Volksbegehren hat einen konkreten Gesetzesvorschlag zum Gegenstand. Er kann nur in Gänze abgelehnt oder angenommen werden. Bei näherem Hinsehen hat er auch Bestandteile, die manchem und mancher Unterstützer*in nicht bewusst sein dürften:

    Der Gesetzesentwurf sieht eine Reduzierung der Pflichtstundenzahl in den Sekundarstufen I und II vor – und zwar in allen Schulformen.

    Was bedeutet das konkret?

    · Auch in Haupt-, Real-, Gemeinschafts-, Sekundar- und Gesamtschulen würden Stunden wegfallen. Es sind vor allem die Ergänzungsstunden, die gestrichen werden müssten. Stunden, die bislang für individuelle Förderung und Unterstützung zur Verfügung stehen.

    · Die Schulzeitverkürzung am Gymnasium betraf den Bereich der Sekundarstufe I. Die Sekundarstufe II, die gymnasiale Oberstufe an Gymnasien, Gesamtschulen und Berufskollegs hatten und haben die gleichen Bedingungen. Mit der Stundenreduzierung würden die Wahlmöglichkeiten in der Oberstufe empfindlich eingeschränkt.

    Was steckt dahinter?

    Die Initiative G9-jetzt-NRW möchte die Mehrkosten eines G9-Gymnasiums durch Stundenstreichungen an anderen Schulformen finanzieren.

    Die Landeselternschaft integrierter Schulen, die Gemeinnützige Gesellschaft Gesamtschule und die Schulleitungsvereinigung Gesamtschule haben in einer gemeinsamen Stellungnahme auf diese Zusammenhänge hingewiesen.

    Sie schreiben: „Es darf nicht sein, dass alle Schülerinnen und Schüler aller Schulformen mit der Reduzierung ihrer Lernzeiten und damit mit einer Verringerung der Chancengleichung dafür zahlen, dass ein Teil der Gymnasialeltern ihre Kinder wieder mittags zu Hause begrüßen möchte.“

    Auch die Stadtschulpflegschaften von Köln, Bonn und Duisburg haben in einer gemeinsamen Stellungnahme eine ähnliche Position bezogen: „Kein Zurück zu G9 auf Kosten anderer Schulformen! Eine Reduzierung der Wochenstunden von 188 auf 180 aller Schulformen zugunsten einer „kostenneutralen“ Einführung von G9 raubt Bildungschancen.“ Weiter heißt es: „Die Stadtschulpflegschaften möchten mit dieser deutlichen Positionierung dringend zu einer Versachlichung der Diskussion aufrufen, dies mit Blick auf eine zukunftsorientierten Reformierung des Gymnasiums im Kontext eines sich stark wandelnden Schulsystems.“

    Wir sind überzeugt:

    · Eine Verbesserung für Schüler*innen des Gymnasiums sollten nicht durch eine offensichtliche Benachteiligung der Schüler*innen anderer Schulformen erkauft werden.

    · Der Weg zurück zum alten Halbtagsgymnasiums ist kein Schritt in die Zukunft. Dahinter steckt ein konservatives und überholtes Familien- und Gesellschaftsbild. Auch Gymnasialeltern haben heute andere Bedarfe der Betreuungszeiten, auch am Gymnasium ist die Schülerschaft heterogener, vielfältiger geworden. Auch Gymnasialschüler*innen haben ein Recht, in der Schulzeit individuell gefördert zu werden. Es gibt überdies keinen Zwang zu Ganztag.

    · Die Diskussion um Schulzeit muss differenzierter geführt werden und stärker das Kind beziehungsweise den Jugendlichen in den Mittelpunkt stellen, als es mit einem Ja oder Nein zu diesem Gesetzentwurf möglich ist.

     

    Gute Schule 2020

    30. September 2016
    Ministerpräsidentin Hannelore Kraft: Wir wollen bis 2020 gute und moderne Schulen in ganz Nordrhein-Westfalen
    Das Land NRW startet gemeinsam mit der NRW.BANK ein Förderprogramm für die kommunale Schulinfrastruktur in Höhe von zwei Milliarden Euro. Das Land NRW wird dabei für die Kommunen die Tilgungen übernehmen.
    Der Verwaltungsrat der NRW.BANK hat auf Vorschlag der Landesregierung das Förderprogramm NRW.BANK.Gute Schule 2020 zur langfristigen Finanzierung kommunaler Investitionen in die Sanierung, die Modernisierung und den Ausbau der kommunalen Schulinfrastruktur beschlossen. Das Programm hat ein Gesamtvolumen von zwei Milliarden Euro. Bei dem Programm handelt es sich um eine Gemeinschaftsaktion der NRW.BANK mit dem Land Nordrhein-Westfalen.
    Förderprogramm, NRW.BANK.Gute Schule 2020, Schule, Beste Bildung für alle

    Bildung für alle und von Anfang an

    Unsere Schulministerin Sylvia Löhrmann diskutiert mit interessanten Gästen am 11.04.2014 ab 19 Uhr in Wiehl im Waldhotel Hartmann (Tropfsteinhöhle)

    Kinder haben das Recht auf gute Bildung und auf bestmögliche Förderung, damit ihre Persönlichkeitsentwicklung unterstützt und die Talente entwickelt werden können. Politik hat die Pflicht, dieses Recht auf Bildung von der Kita bis zur Hochschule zu verwirklichen. Bildung bedeutet auch Erziehung zur Demokratie und das Erlernen sozialer Kompetenzen. Ziel ist es, Familie und Beruf durch ein bedarfsgerechtes Betreuungsangebot miteinander zu vereinbaren.

    An der Umsetzung des Rechtsanspruches auf einen Kindergartenplatz, auch für unter 2-jährige Kinder, wird gearbeitet. Neue Einrichtungen sind auch in Oberberg entstanden. Trotz der Unterstützung von ausgebildeten Tageseltern reichen die Betreuungsplätze noch nicht! Wir müssen für ein qualitativ hochwertiges Angebot an frühkindlicher Betreuung sorgen.

    Unsere Kinder sind unsere wichtigste Ressource. Wir müssen in die Qualität unserer Bildungsangebote investieren, in den Ausbau von Ganztagsschulen. Schulen müssen Lern und Lebensort sein. Voneinander und miteinander lernen – Respekt, Wertschätzung und Beteiligung prägen die neue Schulkultur. Es ist normal, verschieden zu sein.

    Das bisherige Schulsystem ist an seine Grenzen gekommen. Es fördert weder die starken noch die schwachen Schülerinnen und Schüler so, wie es nötig und möglich wäre. Am Aufbau eines inklusiven Schulsystems müssen alle Beteiligten mitarbeiten.

    Wenn wir Grüne von einer Schule für alle sprechen, schließt das Kinder und Jugendliche mit Handicap ausdrücklich ein. Wir streben ein inklusives Schulsystem an, wie es die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung einfordert.

    Das Recht auf Zugang zur Bildung muss allen Menschen, unabhängig von Alter, Armut, Herkunft oder gesundheitlicher Beeinträchtigung garantiert werden.

    BILDUNG FÜR ALLE 001

    Viel Spaß im Wald bei jedem Wind und Wetter

    WaldkindergartenGaderoth1-001

    Diese Idee könnte doch fast auf grünem Mist gewachsen sein, oder?? – Das Waldstück hinter dem Helene-Lange-Kindergarten in Gaderoth soll künftig zum Zuhause der neuen Waldgruppe werden, die sich am Samstag “auf dem Höchsten” mit einem Eröffnungsfest allen Interessierten präsentierte. Im Sommer wie im Winter werden die Kinder draußen spielen und beweisen, dass es auch in Nümbrecht kein schlechtes Wetter, sondern allenfalls unpassende Kleidung gibt. Nur wenn es allzu arg von oben kommen sollte, bietet ein umgebauter, beheizter Zirkuswagen Schutz vor den Elementen. – Weil wir das als Grüne super finden, waren wir mit einer brandneuen Schubkarre dabei, die wir auch gleich mit reichlich Büchern zum Thema Wald vollgepackt hatten. Wer gesehen hat, wie sich die Kinder begeistert auf die bunten Infos zu Regenwürmern, Eichhörnchen u.a. Getier stürzten, der/die weiß, dass wir mit diesem Geschenk goldrichtig gelegen haben. Wir wünschen auf jeden Fall viel Spaß beim Buddeln.

    Treffen des Ortsverbandes

    Am 14.03. treffen wir uns um 19 Uhr im Pfannkuchenhaus zur monatlichen Ortsverbandssitzung. U. a. wollen wir über das Klimaschutzkonzept und die Situation der Nümbrechter Grundschulen diskutieren.

    Interessierte Bürger sind herzlich eingeladen.

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