Steckbrief Marie Brück

Reserveliste: Platz 10, Wahlbezirk: Nümbrecht  1 (Engelsstift),
Reserveliste Kreistag: Platz 7, Kreiswahlbezirk: 16 (Nümbrecht/Wiehl)
Seit 2015: Im Vorstand des Ortsverbandes Nümbrecht, Sachkundige Bürgerin im Gemeinde Entwicklungsausschuss, Mitglied des Aufsichtsrats der BEG Nümbrecht.
Vorstandsmitglied im Kinderschutzbund Oberberg e.V. und Ehrenamtliche Richterin am Landgericht Bonn.

Name:

Dani Marie Brück

Geburtsjahr:

1974, in Bergneustadt

Beruf:

Bankkauffrau, Fachkraft für Öffentlichkeitsarbeit, freie Journalistin (Kölner Stadtanzeiger, Lokalredaktion Oberberg [OVZ])

Familienstand:

geschieden, darf die besten Kinder der Welt „meine Kinder“ nennen.

Wer ist dein (politisches) Vorbild und warum?

Hans-Christian Ströbele, weil in seinen politischen Entscheidungen letztlich nur sein Gewissen und die politische Verantwortung für seine Wähler*innen entschied.

In welchem Teil Nümbrechts lebst du?

Downtown-Nümbrecht (mitten im Zentrum)

Die Besonderheit meines Wohnorts ist…

…dieser seltene Mix aus ländlicher Ruhe und Gemeinschaftssinn im Verbund mit den Vorzügen zentraler Wohnlage bedeutet, alles Nötige fußläufig Vorort zu haben: Ärzt*innen, Vereine, Laufstrecke, Schwimmbad, Lebensmittel, Restaurants, schnelles Internet etc. – Das ist auf dem Land nicht selbstverständlich.

Welchem Nümbrecht-Thema willst du im Gemeinderat besonderes Gehör verschaffen? Und wie?

Man muss heute nicht mehr Grün sein, um zu verstehen, was auch in Nümbrecht gerade passiert. Sprecht mit der Feuerwehr, der Ärztin, dem Revierförster, dem Bauern. Während an Stammtischen und in der großen Politik immer noch gestritten wird, kämpfen diese, unsere Nachbar*innen bereits täglich mit den ersten Folgen des Klimawandels. Während wir wissenschaftliche Prognosen mit stets gebotener Skepsis infrage stellen, ist der Wandel längst da. Jeder zweite Baum in Nümbrecht ist bereits tot. Wandern in unseren Luftkurort-Wäldern kann lebensgefährlich sein. Immer mehr Menschen, vor allem Älteren und Kindern, macht die Hitze zu schaffen. Landwirt*innen bangen um ihre von der außerordentlichen Dürre bedrohten Existenzen. Natürlich will ich gegen den Klimawandel kämpfen, aber mir ist wichtig, Nümbrecht jetzt und hier auch für die „Klimawandel-Folgen“ bereit zu machen. Unsere Feuerwehr muss mit ihren Fahrzeugen in unsere Wälder kommen können. Sie braucht Spezialgeräte und überregionale Koordination in z.B. Waldbrandfällen, damit unsere Dörfer, unsere Häuser, unsere Familien geschützt sind. Medizinische Fachkräfte müssen auch telefonisch oder per Videokonferenz konsultierbar sein. Wir brauchen für Nümbrecht Hitze-Aktionspläne – Hitzeschutzräume in unseren Geschäften, frei-zugängliche Trinkwasserspender im öffentlichen Bereich, etc.. Unsere Landwirt*innen brauchen zukunftsfähige Konzepte und Unterstützung ebenso wie unsere Waldbesitzer. 80% des Waldes im Oberbergischen ist in Privatbesitz. Die wirtschaftliche Existenz unserer Land- und Waldwirt*innen muss zukunftssicher werden. Dazu gibt es Konzepte anderer Regionen, die wir auch in Nümbrecht nutzen können.

Darüber hinaus möchte ich mich perspektivisch dafür einsetzen, den Luftkurort Nümbrecht mitsamt umliegender Gemeinden zu einer Gesundheitsregion auszubauen. Bereits vorliegende Konzepte reichen von der Ansiedlung gesundheitsorientierter Fakultäten der Uni Köln bis zum gezielten, geförderten Aufbau einer Gesundheits-Infrastruktur, die unseren Bürger*innen Arbeit gibt und unsere Heimat zukunftsfähig macht. Natürlich gehört auch aktive Inklusion und ein umfassendes ökologisches Konzept zu einer Gesundheitsregion. Klimaschutz ist Gesundheitsschutz.

Die Achtung von grundlegenden Menschen-, Bürgerrechten und Frauenrechten ist für mich zwingend. Sie sind im Andenken an unsere deutsche und auch lokale Vergangenheit eine der wertvollsten Errungenschaften unserer Gesellschaft. Sie zu schützen ist mir ein besonderes Anliegen. Sie sind nicht diskutierbar.