Genuss pur – mit und ohne Fleisch

In der Adventszeit wächst die Vorfreude auf duftende Küchen, vertraute Familienrezepte und festliche Mahlzeiten. Auch wir Grünen in Nümbrecht sprechen darüber, was bei uns zu Weihnachten auf den Tisch kommt. Traditionelle Gerichte gehören für viele dazu – ebenso wie vegetarische und/oder vegane Gerichte. Vielfalt schmeckt!

Und ja, wir Grünen stehen für Klimaschutz, für gesunde Ernährung, weniger Fleisch usw. Dafür gibt es gute Gründe. Massentierhaltung ist Tierleid, belastet Klima und Böden und beansprucht enorme Flächen für Futtermittel, die bei direktem Anbau pflanzlicher Lebensmittel effizienter genutzt wären. Auch gesundheitliche Aspekte sprechen dafür,  häufiger Gemüse, Hülsenfrüchte und Getreide auf den Tisch zu bringen.

Nichts gegen Fleischgenuss – in Maßen und bewusst. Ein „Sonntagsbraten“ aus regionaler Haltung schont Umwelt und Klima, unterstützt unsere Landwirtinnen und Landwirte und vermeidet lange Transportwege.

Wer Neues ausprobieren möchte, findet zahlreiche festliche Rezepte: Linsen- oder Nussbraten, Pilz- oder kreative Gemüsegerichte lassen sich leicht zubereiten und müssen sich geschmacklich nicht verstecken.

Hier ein Lieblingsrezept: Veganer Sauerbraten mit Rotkohl und Klößen.

Lassen Sie es sich schmecken – ganz wie Sie mögen.

Wir wünschen Ihnen ein Frohes Weihnachtsfest und einen guten Start ins neue Jahr.

Rezepte:

Veganer Sauerbraten mit Schokoladensauce für 4 Personen:

Für den Braten: 500 ml Gemüsebrühe, 400 g Seitan-Pulver, 100 g Kichererbsenmehl, 1 kl. Rote Bete (gekocht), 50 g Leinsamenmehl, 3 El Hefeflocken, 3 El Sojasauce, 2 El Senf, 2 El Tomatenmark, 1 El Zwiebelpulver, ½ Tl Zimt, Muskatnuss, Pfeffer, Salz

Für die Beize: 500 ml Balsamico-Essig, 500 ml Rotwein, 3 Möhren, ¼ Selleriekopf, 3 Zwiebeln, 3 Lorbeerblätter, 6 Wacholderbeeren, 6 Pimentkörner, 6 schwarze Pfefferkörner, 3 Nelken

Für die Sauce: 400 ml Gemüsebrühe, 2 El Hefeflocken, 2 El Tomatenmark, 2 El pflanzliche Crème Fraîche, 1 El Johannisbeergelee, 50 g bittere Schokolade, 20 g vegane Butter, Speisestärke, Salz, Pfeffer

Außerdem: Rapsöl

Zubereitung:

Die Rote Bete in kleine Stücke schneiden und anschließend in einem hohen Gefäß mit dem Pürierstab zerkleinern. Zusammen mit den anderen Zutaten bis auf die Gemüsebrühe, Salz, Pfeffer und Muskatnuss  in eine Schüssel geben. Nun mit Salz, Pfeffer und einer guten Prise Muskatnuss würzen. Etwa ¾ der Gemüsebrühe hinzufließen lassen und dabei durchkneten. Der Teig soll von fester Konsistenz sein, deshalb den Rest der Gemüsebrühe nur nach und nach hinzugeben und im Zweifel nicht alles verbrauchen. Stets kräftig weiterkneten. Sollte der Teig am Ende zu fest bleiben, noch etwas Wasser hinzugeben.

10 Minuten lang durchkneten, dann in Bratenform bringen und fest in Frischhaltefolie einwickeln. 1 Stunde lang ruhen lassen. Danach in einem Topf mit Dünsteinsatz Wasser zum Kochen bringen. Den Braten auswickeln, auf den Dünsteinsatz legen (er darf keinen Kontakt zum Wasser haben) und eine Stunde lang dampfgaren lassen (dabei ggf. Wasser nachgießen). Anschließend den Braten im geöffneten Topf auskühlen lassen, erneut in Frischhaltefolie einwickeln und über Nacht in den Kühlschrank stellen.

Am nächsten Tag die Beize zubereiten: Möhren, Sellerie und Zwiebeln schälen und grob in Stücke schneiden. Wacholderbeeren, Pimentkörner, Nelken und Pfefferkörner in ein Teeei geben, alles zusammen mit den Lorbeerblättern, dem Balsamico und dem Rotwein in einen Topf füllen und den ausgewickelten Braten hineinlegen. Sollte er nicht ganz von der Flüssigkeit bedeckt sein, etwas Wasser hinzugeben, bis er ganz bedeckt ist. 4 Tage lang im Kühlschrank oder im kalten Keller marinieren lassen.

Dann aus dem Sud nehmen, sehr gut abtropfen lassen und ggf. mit etwas Küchenkrepp trocken tupfen. Die Beize durch ein Sieb abgießen, dabei die Flüssigkeit auffangen.

In einem Bräter etwas Öl erhitzen und den Braten darin ringsum gut anbraten. Anschließend herausnehmen und nun das Gemüse aus der Beize ebenfalls anbraten. Wenn es zu bräunen beginnt, 2 El Tomatenmark hinzugeben und kurz scharf rösten. Mit zwei Suppenkellen der Marinade ablöschen, die Gemüsebrühe und die Hefeflocken einrühren, salzen, pfeffern, kurz aufkochen und dann den Braten sowie das Teeei mit den Gewürzen und die Lorbeerblätter hinzugeben. Mit dem Deckel verschließen und vom Herd nehmen.

Den Backofen auf 180 °C vorheizen und den Bräter für 2 Stunden hineinstellen. Etwa alle 30 Minuten den Braten wenden.

Nach Ablauf der Zeit den Braten aus der Sauce nehmen und mit Alufolie abgedeckt warm stellen. Die Sauce durch ein Sieb gießen, dabei das Gemüse mit einer Gabel ausdrücken, die Sauce in einem kleinen Topf auffangen und auf den Herd stellen. Aufkochen lassen, dann die Hitze reduzieren, bis die Sauce leicht simmert. Die bittere Schokolade in Stückchen brechen und in der Sauce auflösen, dann Johannisbeergelee, Crème Fraîche und Butter einrühren. 1 El Speisestärke gut mit 3 El Wasser verquirlen und unter Rühren in die Sauce einfließen lassen. Noch einmal aufkochen lassen, mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Den Braten in Scheiben schneiden und mit der Sauce servieren. Dazu passen Rotkohl und Kartoffelklöße.

Vegetarische Linsensuppe:

Zutaten für 10 Personen (3 Ltr.)

5 Knoblauchzehen, 60 g Ingwer, 1 Gemüsezwiebel, 800 ml Kokosmilch, ½ Ltr. Gemüsebrühe, 1 große Dose stückige Tomaten, 350g Rote Linsen, 1 Tl Chilliflocken, 2 Tl Kurkuma, ½ Tl Kreuzkümmel, Salz, Pfeffer, Olivenöl zum Andünsten.

Zubereitung:

Zwiebeln, Ingwer und Knoblauch fein hacken und in Olivenöl andünsten, Kurkuma dazugeben und mitdünsten. Rote Linsen gründlich waschen, bis das Wasser klar ist. Tomaten, Linsen, Kokosmilch und Gemüsebrühe  zufügen und ca. 20 Minuten köcheln.

Mit gehacktem Koriander oder Petersilie und Joghurt servieren.