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    Abgastricks reißen 10-Milliarden-Steuerloch

    Studie: Abgastricks reißen 10-Milliarden-Steuerloch

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    http://bit.ly/2HnmnJP

    Eine heute veröffentlichte Studie im Auftrag der Grünen/EFA-Fraktion im
    Europäischen Parlament belegt, dass die Kluft zwischen Labortests und
    realen CO2-Emissionen von Autos zu einem Steuerloch bei der KfZ-
    Besteuerung geführt haben. In 2016 verloren alleine 11 EU-
    Mitgliedsstaaten mehr als 10 Milliarden. In den Jahren von 2010 bis
    2016 beläuft sich der Verlust auf insgesamt mindestens 46 Milliarden
    Euro.

    Sven Giegold, wirtschafts- und finanzpolitischer Sprecher der
    Grünen/EFA-Fraktion, kommentiert:

    „Der Abgasskandal entpuppt sich als veritabler Steuersumpf. Der Betrug
    der Autounternehmen schadet nicht nur Gesundheit und Umwelt sondern
    auch den öffentlichen Finanzen. Die europäischen Automobilhersteller
    haben die Lücken eines unzulänglichen Rechtsrahmens ausgenutzt. Die
    Rechnung für den Steuerschaden zahlen Bürger, die verbrauchsareme oder
    gar keine Autos fahren. Fahrer von Fahrzeugen mit hohem
    Kraftstoffverbrauch profitierten besonders von der falschen
    Besteuerung. Der Dieselskandal ist auch ein Skandal um
    Steuergerechtigkeit.

    Wir brauchen Abgastests, die realistische CO2-Werte liefern. Eine
    Kraftfahrzeugsteuer auf Grundlage von geschönten Daten setzt keine
    Anreize für den Übergang zu sauberen Autos und bremst Investitionen in
    bessere Luftqualität. Die bisherigen Reformen der Messverfahren greifen
    zu kurz. Allein der gemessene Wert auf der Straße zählt. Mit unserer
    Studie wird deutlich: Realistische Messverfahren sind auch ein Gebot
    der Fairness beim Steuerzahlen.“

    Hintergrund:

    Die Studie konzentriert sich auf die Auswirkungen auf die
    Steuereinnahmen in Deutschland, Belgien, Dänemark, Finnland,
    Frankreich, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Schweden, Spanien,
    Spanien und Großbritannien. Auf diese Länder entfallen mehr als 60
    Prozent der gesamten Pkw-Zulassungen in allen 28 Mitgliedstaaten der
    EU.

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